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Titelbild: Fuesse im Wasser EBI Logo - Ebertsheimer Bildungsinitiative e.V. -  in der alten Papierfabrik mit dem Natur-Erlebnisgebiet-Ökostation
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3 Seminare zum Thema Fortbildung für Bachpaten und andere Gewässerinteressierte

1997 hat EBI die Patenschaft für den Seltenbach übernommen. Die eigenen Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit anderen Bachpaten unserer Region hat in Zusammenarbeit mit dem Limnologen Dietmar Bernauer zu der Konzeption von drei unterschiedliche Tagesseminare geführt. Ziel dieser Seminare ist es Laien zu ermöglichen die Prozesse an "ihren" Bächen besser zu verstehen und anstehende Planungen kritisch zu begleiten. Die Seminare gliedern sich jeweils in eine theoretische Einführung und eine anschließende direkte Umsetzung des Gelernten in die Praxis.

1. GEWÄSSERFAUNA: Laien, die zum ersten mal einen Bach etwas genauer unter die Lupe nehmen, sind jedes Mal erstaunt über die Vielzahl und die Vielgestaltigkeit der hier lebenden Tiere. Nicht nur Fische leben in einem Bach, sondern auch kleinere und größere Krebse sowie zahlreiche Insekten überwiegend in ihrem Larvenstadium. Aber auch Schnecken und Muscheln, Würmer und Egel sind häufige Bewohner unserer Fließgewässer. Diese Tierarten kennen zu lernen, etwas über ihre Lebensweise zu erfahren und ihre Funktionen im Lebensraum Bach kennen zu lernen, ist Ziel dieses Seminars. Es werden außerdem die Grundlagen vermittelt, die zur Bestimmung der Gewässergüte nach dem Saprobienverfahren notwendig sind. Das Seminar ist in zwei Teile gegliedert; an eine theoretische Einführung und Wissensvermittlung am Vormittag schließt sich die praktische Erprobung und Umsetzung des Gelernten an den Fließgewässern des Ebertsheimer Naturlehrgebietes "Ökostation" an.

2. GEWÄSSERSTRUKTURGÜTE: "Der Begriff der "Gewässerstrukturgüte" wurde analog zu dem der Gewässergüte geprägt. Während die Gewässergüte ein Maß für die Qualität des Wassers ist, ist die Gewässerstrukturgüte ein Maß für die ökologische Qualität des Gewässerbettes. Die Strukturgütebestimmung erfolgt, wie bei der Gewässergütebestimmung, mit Hilfe eines Indexsystems, das auf die verschiedenen natürlichen Gewässertypen geeicht ist. Sie ist dadurch allgemein anerkannt und frei von persönlichen Wertsetzungen." (Diplom-Ingenieur Chr. Linneweber, LfW) Anhand der Gewässerstruktur lassen sich Aussagen über die Natürlichkeit (Naturnähe) eines Fließgewässers machen. Je besser die Gewässerstruktur ist, desto mehr Tiere finden darin einen Lebensraum und desto größer ist auch die Selbstreinigungskraft des Gewässers. Doch wie sollte ein naturnahes Gewässerbett aussehen? Nachdem Fließgewässer durch Gewässerbegradigungen und Gewässerunterhaltungsmaßnahmen in den letzten Jahren sehr stark verändert wurden, ist es heute für den Laien zunehmend schwierig festzulegen, wie der Idealzustand eines bestimmten Baches wäre und welche formbildenden Prozesse bei der Gewässerentwicklung eine Rolle spielen. In diesem Seminar werden wir die Strukturgüte verschiedener Gewässerabschnitte bestimmen und konkret vor Ort überlegen, was hier getan werden sollte, um den Bach wieder zu einem ökologisch wertvollen Lebensraum zu entwickeln.

3. GEWÄSSERGÜTEBESTIMMUNG: Für viele kleinere und größere Gewässersysteme in Rheinland-Pfalz wurden oder werden gerade Gewässerpflegepläne erstellt. Ziel dieser Pflegepläne ist es, die Gewässerstruktur zu verbessern, eine Renaturierung anzustreben, um zum einen die zunehmende Hochwasserproblematik zu entschärfen, zum anderen die Wasserqualität zu verbessern. Eine Möglichkeit für Bachpaten, diesen Prozess kritisch zu begleiten, bietet die Gewässergütebestimmung. Neben der Analyse physikalisch-chemischer Parameter wie Temperatur, Sauerstoffgehalt, PH-Wert usw. können Rückschlüsse auf die Wasserqualität eines Fließgewässers auch über die im Gewässer lebenden Tiere getroffen werden. Gerade die Untersuchung mit lebenden Organismen kann mit einfachsten Mitteln durchgeführt werden. Die Gewässergütebestimmung nach dem Saprobienverfahren (DIN 38410 Teil 2) ist dabei den chemischen Analysen überlegen. Einmalige chemisch-physikalische Analysen lassen nur eine Momentaufnahme eines Gewässers zu. Da die Lebenszyklen vieler aquatischer Wirbelloser 1-3 Jahre dauern, können mit der Sabrobienmethode Aussagen über mittelfristige oder Spitzenbelastungen eines Gewässers getroffen werden. In dem Seminar werden sowohl einfache chemische Analysemethoden, als auch das Bestimmen von Wassertieren mit ihrem jeweiligen Saprobienindex vermittelt. Das Seminar ist in zwei Teile gegliedert; an eine theoretische Einführung und Wissensvermittlung am Vormittag schließt sich die praktische Erprobung und Umsetzung des Gelernten an den Fließgewässern des Ebertsheimer Naturlehrgebietes "Ökostation" an. Da die Gewässerunterhaltungspflichtigen laut Bachpatenvertrag die Durchführung von Schulungen zur Information über technische, biologische und ökologische Zusammenhänge am Gewässer durchführen müssen (§3 Bachpatenvertrag), dies aber i.d.R. nicht können, übernehmen sie häufig die Seminargebühren. Nachfragen lohnt sich.
Termin: Nach Absprache, Tagesseminare ca 10.00-17.00 Uhr, (Max. 10 TeilnehmerInnen)
Referent: Dietmar Bernauer, Dipl. Biologe (Limnologie)
Kosten: 55 Euro pro TeilnehmerIn


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Führungen durch die Ökostation

Das ganze Jahr über bieten wir fachkundige Führungen durch unser Naturlehrgebiet, die Ökostation, an, die zu jeder Jahres-zeit ihren besonderen Reiz hat. Einblicke in ökologisch wertvolle, aber selten anzutreffende Lebensräume, wie ein Quellsumpf mit angrenzendem Erlenbruchwald bietet die Ökostation ebenso wie eine Streuobstwiese mit teilweise sehr altem Baumbestand, mehrere Bäche sowie künstlich angelegte Kleinbiotope (Kräuterspirale, Nisthölzer für Solitärbienen...).
Termin: Nach Absprache
Gruppengröße: 8-15 Personen, bei größeren Gruppen bieten wir zwei parallele Führungen an
Ort: Ökostation Ebertsheim
Leitung: Gisela Valentin
Kosten: 60 Euro Pro Gruppe


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Fortbildung für pädagogische Fachkräfte/ErzieherInnen

Wenn Sie in Ihrer Einrichtung neue Wege beschreiten wollen (z.B. mehr mit den Kindern in der Natur arbeiten wollen), Sie sich aber unsicher fühlen, weil Ihnen das naturkundliche Fachwissen fehlt, fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, ob es nicht auch anderen so geht. Für eine Gruppe ab 6 Personen stellen wir mit unseren Fachreferenten eine Fortbildung für Sie zusammen, die genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Die Exkursionen finden bei Ihnen vor Ort statt, also dort, wo Sie dann auch mit ihren Kindern unterwegs sein wollen, die Seminarzeiten richten sich nach der Gruppe (z.B. in Anschluss an bestehende regelmäßige Treffen). Ob es um das Erkennen von Bäumen und Sträuchern auch im blüten- , blätter- oder früchtelosem Zustand, das Bestimmen von Blütenpflanzen anhand einfacher Bestimmungsbücher geht, um das Leben und die Zersetzungsprozesse im Boden, die Geologie ihrer Gegend oder um die Bestimmung der Gewässergüte Ihres Dorfbaches, wenden Sie sich an uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.
Termine: nach Absprache
Gruppengröße: 6-15 Personen
Leitung: je nach Thema
Kosten: je nach Thema


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